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WAZ: Lufthansa hat noch Glück. Kommentar von Wolfgang Pott

Essen (ots) - Die Sorge bei der Lufthansa vor einem Chaos an den Flughäfen mit Streikbeginn am Montag ist berechtigt. Verdi wird versuchen, seine Macht auszuspielen. Dabei hat die Gewerkschaft gute Karten. Lassen die bei Verdi organisierten Techniker die Schraubenzieher fallen, dürfte der Flugplan massiv durcheinander geraten. Insgesamt aber ist damit zu rechnen, dass sich der Arbeitskampf nicht lange hinzieht. Verdi ist verhandlungsbereit, Lufthansa auch. Außerdem ist der Abstand zwischen Forderung und Angebot nicht allzu groß. Sowieso hat Lufthansa das Glück, dass ihr in Verdi und der Pilotenvereinigung Cockpit stets nur zwei wirklich ernstzunehmende Gegner gegenüberstehen. Anders als bei der Bahn, wo die vermeintlich kleine Lokführergewerkschaft GDL für monatelange Streitigkeiten sorgte, sind im Luftverkehr die Gewerkschaften der Flugbegleiter und des Bodenpersonals eher handzahm. Die Flugbegleiter-Organisation Ufo, die ab Januar mit Arbeitskampf droht, erholt sich gerade erst selbst von internen Zwistigkeiten. Ein Vorteil für die Lufthansa. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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