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WAZ: Familien der Zukunft. Kommentar von Norbert Robers

    Essen (ots) - Die aktuelle Studie des Statistischen Bundesamts bestätigt den Trend der vergangenen Jahre: Die traditionelle Form der ehelichen Familie ist ein Auslaufmodell. Müssen wir uns jetzt um den Fortbestand unserer familienorientierten Gesellschaft sorgen? Nein. Nicht die Institution an sich oder das Bedürfnis nach familiärem Zusammensein stehen auf der Kippe. Wohl aber das Bild des Alleinverdieners, dessen Ehefrau sich damit begnügt, daheim die Kinder zu umsorgen. Mit anderen Worten: Es gibt eine Familie nach der Familie - nur in anderen Varianten.

      Moralisch mag jeder über diesen Trend urteilen, wie er mag. Aber
es ist eine Legende, dass der Rückgang der ehelichen Familienform zu
einem Minus bei den Geburtenraten führt. Das Gegenteil ist der Fall,
wie aktuelle Studien aus mehreren Ländern belegen: Viele Geschiedene
etwa haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach weiteren, gemeinsamen
Kindern.

      Der Vergleich mit geburtenstarken Ländern lehrt zudem: Gerade
dort, wo Männer und Frauen arbeiten, werden viele Kinder geboren. Der
kontinuierliche Ausbau der Kinderbetreuungs-angebote ist die zentrale
Aufgabe der Zukunft.

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