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WAZ: Papst und Parade. Kommentar von Ulrich Schilling-Strack

    Essen (ots) - Diese Zahlen, unglaublich. 80 000 versammelten sich auf Schalke, wo nicht etwa Real Madrid auf dem Programm stand, sondern freundliches Fahnenschwenken. Und 100 000 wären wohl gekommen, wenn es nicht so geregnet hätte, was wiederum niemanden abhielt, nach Dortmund zu reisen, wo sich am Samstag  zur Loveparade 1,6 Millionen, in Worten "Eins Komma Sechs Millionen!", zusammenballten.

      Warum so viele? Folgende These, keinesfalls wissenschaftlich
unterfüttert: Nicht jeder, der da nach Schalke oder Dortmund kam, war
ausgewiesener Anhänger von Fußball und Techno. Bei der
Europameisterschaft, wo sich ebenfalls Millionen vor den
Großleinwänden einfanden, kam ja im bunten Rund auch schon mal die
Frage auf, wer denn da eigentlich spiele gegen die Deutschen.

      Immer mehr Menschen sind auf der Suche. Nach Emotion, einem
Ausweg aus der Einsamkeit, und gemeinsam entdecken sie Fußball und
Parade. Oder vielleicht sogar einen Besuch des Papstes, zu dessen
Füßen sich 400 000 versammelten, im fernen Sydney! Und den wir
deshalb hier einfach mal dazu nehmen wollen, weil es um Menschen und
ihre Bedürfnisse geht.

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