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WAZ: Streit um den Regionalplan - Kooperation nötig - Leitartikel von Ulrich Horn

Essen (ots) - Vielen Städten im Ruhrgebiet ist aufgegangen, dass sie mit Kirchturmpolitik nicht weit kommen. Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim und Oberhausen arbeiten an einem regionalen Flächennutzungsplan. Die Kooperation fußt auf dem Gedanken, das Ruhrgebiet müsse auf seine eigene Kraft vertrauen und seine Perspektiven von innen heraus entwickeln. Inzwischen formieren sich die Gegner, vor allem in Teilen der CDU Ruhr. Sie verlangen, das Land solle die Kooperation stoppen. Sie stützen sich auf ein Gutachten, das die Landesregierung in Auftrag gab. Mit diesem Gutachten hat sich das Land keinen Gefallen getan. Das Papier ist heftig umstritten. Der Gutachter gilt als Gegner regionaler Pläne. Der Vorwurf, das Land torpediere die Kooperation der Städte mit einem Gefälligkeitsgutachten, wiegt schwer. Die Landesregierung täte gut daran, den Eindruck zu vermeiden, nur sie wisse, was dem Revier nutzt. Die Region wird sich gegen die starke internationale Konkurrenz nur mit Kooperation behaupten. Versuche, die Städte zu ihrem vermeintlichen Glück zu zwingen, können nur schiefgehen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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