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WAZ: Bildende Wirtschaft. Kommentar von Christopher Shepherd

    Essen (ots) - Wenn die Wirtschaft beklagt, dass sie nicht genügend qualifizierte Lehrlinge findet, dann liegt das natürlich auch an Versäumnissen in der Bildungspolitik. So ist es nicht tragbar, dass beispielsweise 80 000 junge Menschen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss verlassen. Allerdings würden es sich Unternehmen zu leicht machen, jetzt nur mit dem Finger auf die Politik zu zeigen. Vielmehr ist auch die Wirtschaft gefordert, etwas zur (Aus-) Bildung ihrer künftigen Lehrlinge beizusteuern. Eine Möglichkeit sind Partnerschaften mit Schulen, die das Interesse von Jugendlichen an der Firma und ihren Anforderungen wecken. Daneben müssen sich Chefs klar werden, dass es nicht immer die "perfekten" Azubis gibt. Sprich: Betriebe sollten auch mal Bewerber nehmen, die auf den ersten Blick nicht ganz so qualifiziert sind und diese durch zusätzliche Förderung weiterbilden. Sicher, das kostet Mühe und Geld. Aber das sollte der Aufwand wert sein, damit Unternehmen nicht schon bald händeringend Fachkräfte suchen.

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