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WAZ: Keine guten Aussichten. Kommentar von Wilfried Beiersdorf

Essen (ots) - Das hatte sich Norbert Hansen wohl ganz anders vorgestellt. Lautloser zumindest. Doch nun ist der ehemalige Eisenbahner-Gewerkschaftsboss noch nicht einmal bei der Bahn als seinem neuen Arbeitgeber angekommen, da fallen sie schon alle über ihn her. Dass viele seine Ex-Mitstreiter ihn prügeln und gar des Verrats bezichtigen würden, damit hat Hansen rechnen müssen. Doch nun kommt dem künftigen Bahn-Arbeitsdirektor auch noch die Nachricht in die Quere, dass die Bahn nach ihrer Teilprivatisierung 9000 Beschäftigte in gut zwei Dutzend Tochterfirmen auslagern will. Da liegt es - angesichts tausendfacher Beispiele in der Wirtschaft - auf der Hand, dass in der Bahn-Belegschaft die Furcht vor "Lohndrückerei" die Runde macht. Zumal der Transport-Konzern bereits eine Tochtergesellschaft hat, die nicht unter den Tarifvertrag fällt. Da können sich Bahn und Hansen noch so winden - sie muten den Mitarbeitern Einiges zu und sorgen für viel Unruhe. Dieses unprofessionelle Handeln lässt für die Zukunft nichts Gutes ahnen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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