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WAZ: Bach hat eine Chance vertan - Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Über Schuld oder Unschuld soll an dieser Stelle nicht gesprochen werden. Doch wenn ein international so einflussreicher Sportfunktionär wie Thomas Bach auf der Gehaltsliste eines tief im Korruptionsskandal steckenden Konzerns wie Siemens steht, hat das etwas Unappetitliches. Ein promovierter Wirtschaftsanwalt, der öffentlich stets für sauberen Sport einsteht, sollte sich auch zu sauberer Unternehmensführung bekennen. Das muss er nicht öffentlich tun, wohl aber in internen Kreisen.

      Obwohl die Siemens-Affäre schon lange bekannt ist, obwohl immer
schmutzigere Details ans Tageslicht kommen, lässt sich Bach weiter
fürstlich bezahlen.

      Noch viel fragwürdiger ist aber die geschäftliche Verbindung zu
einem Welt-Konzern, der wie alle internationalen Unternehmen dieser
Größe den Wachstumsmarkt China in den Blick genommen hat. Olympia -
eine Veranstaltung frei von Politik und Kommerz? Eine hochdotierte
Beratertätigkeit, die womöglich allein der Funktion im IOC zu
verdanken ist - schon der Verdacht ist übel. Vor dem Hintergrund der
aktuellen China-Diskussion hat Bach dringenden Aufklärungsbedarf.

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