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WAZ: Genauer hinschauen. Kommentar von Thomas Mader

    Essen (ots) - Wohnheime, in denen türkischstämmige Jugendliche indoktriniert werden mit antidemokratischen Werten. In denen sie zum Teil geschlagen werden, in denen ihre Integration behindert wird. Das wäre inakzeptabel. Diese Vorwürfe gegen den Verband Islamischer Kulturzentren sind Einschätzungen der Kölner Polizei. Das entsprechende interne Papier ist seit 2006 allen zuständigen Stellen bekannt.

      Und doch sagt der Verfassungsschutz: Wir können nicht beobachten,
weil uns keine Anhaltspunkte vorliegen, dass der VIKZ sich
zielgerichtet gegen die freiheitlich- demokratische Grundordnung
richtet. Das Duisburger Jugendamt sagt: Wir haben gute Erfahrungen
gemacht. Wie passt das zusammen?

      Das Duisburger Jugendhaus gilt als Vorzeigeobjekt des VIKZ.
Natürlich wissen die Verantwortlichen, dass sie unter Beobachtung
stehen. In Waltrop dagegen hat der Verband ein illegales Wohnheim
unterhalten. Um nun beurteilen zu können, ob hier ein Wolf Kreide
gefressen hat, müsste der Verfassungsschutz endlich aktiv werden. Die
Ermittlungsergebnisse der Polizei Köln hätten längst Anlass genug
sein können. Es wird immer noch weggeschaut.

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