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WAZ: Renten-Debatte in der CDU - Armselig - Leitartikel von Norbert Robers

    Essen (ots) - Es gibt wichtige und unwichtige Debatten. Die Diskussion darüber, ob die Renten-Beitragslast unter den Generationen gerecht verteilt war und ist, zählt zur erstgenannten Kategorie. Zumal der Betroffenheitsfaktor extrem hoch ist. Aber daraus wird wohl nichts. CDU-Chefin Angela Merkel hat ein Machtwort gesprochen: Schluss mit der Zankerei, ruft sie den Jungen und Alten in der Union zu. Die SPD als Koalitions-Juniorpartner stimmt dem zu. Nun ist es nicht so, dass der interessierten Öffentlichkeit nicht ausreichend Informationen über die Rentenpolitik zur Verfügung stünden. Allerdings, und dies schreckt viele Bürger ab, handelt es sich um ein sehr komplexes Thema. Es wäre ein Segen, wenn es auch der Politik gelänge, kontinuierlich und möglichst ideologiefrei über die Zukunft des Rentensystems zu informieren. Ein naiver Wunsch? Mag sein. CDU-Rentenkritiker Jens Spahn erweist sich als lernwillig. Er geht mit seiner eigenen Wortwahl kritisch um, beharrt jedoch auf seinem Standpunkt. Die Senioren-Union will ihn dagegen aus dem Bundestag verbannen. Wie armselig.

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