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WAZ: Kein weiterer Millionen-Anker - Kommentar von Daniel Freudenreich

    Essen (ots) - Die Hiobsbotschaften um die IKB reißen nicht ab: Der Wert ihres Wertpapierpaketes schmilzt wie Schnee in der Sonne, der Verlust steigt, die IKB-Aktie stürzt in nie gekannte Tiefen. Und wieder einmal soll die KfW-Bankengruppe einen Millionen-schweren Rettungsanker auswerfen. Befürworter mögen sagen: Nun sind schon Unsummen geflossen - 8,5 Milliarden Euro. Da kommt es auf einige hundert weitere Millionen nicht mehr an. Jedoch kann kein Mensch vorhersagen, ob die IKB damit endgültig gerettet ist. Es mag populistisch klingen, wenn Unions-Haushälter Steffen Kampeter ein Ende der staatlichen Hilfen für die IKB fordert. Und dennoch hat er Recht. Der Staat sollte nicht immer auf ein Neues die Kohlen aus dem Feuer holen - in der Hoffnung, dass es nun zum letzten Mal war. Womöglich lässt sich noch das Mittelstandskreditgeschäft aus der IKB herauslösen. Wenn die Bank aber nicht zu retten ist, dann sollte sie aber denselben schmerzhaften Weg gehen wie jeder Betrieb ohne finanzielle Grundlage: Insolvenz anmelden.

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