Lebensmittel Zeitung

Staatssekretär Gerd Billen fordert mehr Finanzmittel für Verbraucherschutz

Frankfurt/Main (ots) - Mehr Aufgaben, mehr Geld. Das ist die Losung von Gerd Billen. Der neue Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) reklamiert im Gespräch mit der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) für die Umsetzung des Koalitionsvertrages weitere Finanzmittel für Verbraucherschutz.

Knapp 26 Mio. Euro hat Billen dem Bundesagrarministerium aus dem Teiletat Verbraucherschutz abgetrotzt. Zusammen mit einem Abteilungsleiter und insgesamt 46 Stellen ist das nur knapp ein Drittel dessen, was Ex-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner für das Thema als Ganzes zur Verfügung hatte. Trotz Synergien mit bestehenden Strukturen im Bundesjustizministerium zu wenig, so Billen, um die weiter reichende Agenda des Koalitionsvertrages umzusetzen: "Wir werden uns für zusätzliche Mittel einsetzen", sagt der vormalige Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Bis Sommer will Billen nach dem Modell der Wirtschaftsweisen einen Sachverständigenrat für Verbraucherfragen etablieren. Auch ganz vorne auf der Agenda: sogenannte "Marktwächter für Finanzen und Digitales". So soll etwa die Verbraucherzentrale Hamburg, laut Billen maßgeblich mit Expertise im Finanzsektor ausgestattet, zu einem solchen Kompetenzzentrum ausgebaut werden.

Regulierung, da wo es zielführend ist, das scheint Billens Devise: So sei es notwendig, Verbrauchern kollektive Klagerechte gegenüber Online-Portalen wie Facebook einzuräumen, sagt Billen der Lebensmittel Zeitung. Eine entsprechende Empfehlung der EU-Kommission will das BMJV jetzt auswerten und womöglich auch marktregulierend eingreifen.

Mit dem Datenschutz bei Bezahlvorgängen will sich Billen ebenfalls befassen: "Wenn der Kunde an der Kasse mit dem Smartphone bezahlt, dann erwartet er, dass das genauso sicher ist wie die bisherigen Systeme. Damit verknüpft ist die Frage, welche Daten ausgelesen und von den Anbietern genutzt werden und ob dafür eine wirksame Einwilligung des Verbrauchers vorliegt."

___________________________________________

Die Lebensmittel Zeitung (LZ) ist die führende Fach- und Wirtschaftszeitung der Konsumgüterbranche in Deutschland. Sie liefert - oftmals exklusiv - aktuelle Nachrichten, Analysen und Hintergrundberichte zu Marketingstrategien, Sortiments- und Vertriebskonzepten deutscher und internationaler Handels- und Industrieunternehmen. Kernzielgruppe sind Vorstände, Geschäftsführer, Einkaufs-, Vertriebs- und Marketingmanager, IT- und Logistik-Verantwortliche sowie selbstständige Einzelhändler.

Die dfv Mediengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main gehört zu den größten konzernunabhängigen Fachmedienunternehmen in Deutschland und Europa. Ihr Ziel ist es, Menschen in ihrem Beruf und ihrem Geschäft erfolgreicher zu machen. Mit ihren Töchtern und Beteiligungen publiziert sie über 100 Fachzeitschriften für wichtige Wirtschaftsbereiche. Viele der Titel sind Marktführer in den jeweiligen Branchen. Das Portfolio wird von über 100 digitalen Angeboten sowie 500 aktuellen Fachbuchtiteln ergänzt. Über 140 kommerzielle Veranstaltungen, beispielsweise Kongresse und Messen, bieten neben Informationen auch die Chance zu intensivem Netzwerken. Die dfv Mediengruppe beschäftigt 1.000 Mitarbeiter im In- und Ausland und erzielte 2013 einen Umsatz von rund 145 Millionen Euro.

Pressekontakt:

dfv Mediengruppe
Brita Westerholz und Judith Scondo
Unternehmenskommunikation

Telefon +49 69 7595-2051
Telefax +49 69 7595-2055
presse@dfv.de
http://www.dfv.de
Original-Content von: Lebensmittel Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Lebensmittel Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: