Märkische Oderzeitung: zu Steinbrück

Frankfurt/Oder (ots) - Der Bundeskanzler ist eben nicht der Vorstandschef einer Deutschland AG mit Millionengehalt und Aktienpaket, sondern - vielleicht klingt das ja ein wenig verstaubt - der erste Diener seines Landes. Nicht ungewöhnlich ist es allerdings, wenn höhere Amtsträger nach ihrem Ausscheiden aus der Politik ihren Promi-Faktor dafür nutzen, ordentlich Kasse zu machen. Sei es, dass sie in die Wirtschaft wechseln oder eben als Vortragsredner durch die Lande ziehen. So wie es bei Steinbrück der Fall war, nachdem er sich von der großen Politik im Grunde schon verabschiedet hatte. Vielleicht kommt ihm die Sache deshalb so komisch vor, weil er als Redner mehr verdiente, als er als Bundeskanzler bekommen würde. Er hätte, wenn er im Herbst Erfolg haben sollte, die Karriereschritte vertauscht. Aber es sieht wohl eher so aus, dass viele potenzielle Wähler den Kopf schütteln und die alten Vorbehalte in der eigenen Partei wieder aufleben.

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