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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Krise der Parteien:

Frankfurt/Oder (ots) - Partei-Programmatik ist zunehmend aus der Mode gekommen. Pragmatismus wurde zum prägenden Merkmal. Als logische Folge haben die großen Parteien erst ihre Bindungswirkung in der Wählerschaft immer stärker verloren. Jetzt wird auch ihre innere Kraft des Zusammenhalts schwächer. ... In der SPD tobt die Auseinandersetzung, ob man Thilo Sarrazin als Mitglied ertragen muss oder als störendes Element hinauswirft. ... Die CDU/CSU ist durch ihre Sozialdemokratisierung für viele neue Wähler anziehend geworden, aber wurde auf der anderen Seite der Waage immer leichtgewichtiger. Friedrich Merz, Jörg Schönbohm und Roland Koch waren die letzten kraftvollen Konservativen in der Union mit Bindungskraft. ... Und nun formiert sich selbst in der FDP eine Gruppe, die sich "Liberaler Aufbruch" nennt und das Profil wieder schärfen will. Angela Merkel und Horst Seehofer über Guido Westerwelle bis Sigmar Gabriel sind keine begnadeten Programmatiker. Aber sie werden sich der Mühe entsprechender Denkarbeit unterziehen müssen. Sonst marginalisieren sie ihre eigenen Parteien.

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