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Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentiert den EU-Russland-Gipfel (Ausgabe Donnerstag, 26. Juni)

    Frankfurt/Oder (ots) - Die EU braucht Russland und Russland die EU

    Die EU braucht die Energieschätze Russlands heute dringender als je zuvor. Und der Kreml ist auf die EU angewiesen, weil das Land seinen Technologie- und Infrastruktur-Rückstand mit westlichem Know-how abbauen will. Auf diese Kurzformel lassen sich die grundlegenden Interessen zueinander bringen. Beide Seiten wollen diese in einem neuen Partnerschaftsabkommen festschreiben, welches das alte von 1997 ablösen soll. Denn seither haben sich die Zeiten stark verändert: Die EU ist von 15 auf 27 Mitgliedsstaaten angewachsen und Russland hat sich von einem Schuldnerland in einen Staat mit kräftigen Haushaltsüberschüssen entwickelt.

    Freilich werden die Grundinteressen von einer ganzen Reihe an Widersprüchen begleitet. So empfindet es Moskau als störend, wenn europäische Politiker (zu Recht) immer wieder die Menschenrechte ansprechen oder die Einmischungen des Kremls in Ländern wie Georgien kritisieren. Die Europäer dagegen - und insbesondere die aus dem früheren sowjetischen Herrschaftsbereich - sind voller Argwohn, wenn russische Staatskonzerne nicht nur mit ihnen kooperieren, sondern sich in strategische Bereiche der westlichen Wirtschaft einkaufen wollen. In Chanty-Mansijsk freilich hoffen beide Seiten erst einmal auf einen atmosphärisch guten Beginn mit dem neuen ersten Mann im Kreml. +++

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