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Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentierte die Kommunalwahlen in England und Wales (Ausgabe vom 3.5.) Labours Desaster

    Frankfurt/Oder (ots) - Es ist eine immer wieder irritierende Erkenntnis, dass sich ein guter zweiter Mann mit schöner Regelmäßigkeit als Fehlbesetzung erweist, wenn er an die erste Stelle rückt. Als die Labour Party 2007 über die Nachfolge des ihr zunehmend unerträglich gewordenen Toni Blair entschied, kam sie an Gordon Brown nicht vorbei. Er war der Mann, der Blairs Wirtschafts- und Finanzpolitik konzipierte, der zeitweise wie das eigentliche Kraftzentrum von Labour wirkte.

    Nun, da der charismatische Blair, der doch offensichtlich weit mehr als nur Verkäuferqualitäten hatte, von der Bühne gegangen ist und seinem Mitkämpfer-Rivalen Brown die Bühne allein überlassen hat, sieht dieser ziemlich traurig aus. Er war die große Nummer nur im Schatten einer noch größeren.

    Vermutlich hätte jeder andere Premier angesichts sich verschlechternder Wirtschaftsdaten, einer wachsenden Unsicherheit in der Bevölkerung und dem anhaltenden irakischen Dilemma Probleme bekommen. Brown aber hat die seinen durch eigene Fehler und Unzulänglichkeiten derart gesteigert, dass ihm die Kontrolle zu entgleiten droht. Und er hat das Pech, dass die Tories nach langer Zeit gerade wieder auf die Beine kommen. Die jetzige Situation erscheint wie ein Spiegelbild der 90er Jahre, als Labour nach oben kam und die Konservativen versanken. Jetzt geht es wohl andersrum.

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