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Märkische Oderzeitung: Agenturmeldung: Thor Steinar

    Frankfurt/Oder (ots) - Die beiden Inhaber des am 1. April eröffneten Textilladens vor der Bahnhofshalle erhalten in den nächsten Tagen ihre Kündigung. Das erklärte gestern Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert. Hintergrund ist ein Protestbrief der Frankfurter Koordinierungsstelle Lokaler Aktionsplan. Darin macht Frank Hühner im Auftrag der Gruppe die Deutsche Bahn AG darauf aufmerksam, dass das Bahnhofs-Management eines der Objekte an ein Textilgeschäft vermietet habe, "das vorwiegend Kleidungsstücke der deutschen Marke Thor Steinar anbietet." Kleidung der Marke Thor Steinar wird bundesweit von Mitgliedern der rechten Szene getragen.

    Es sei "instinktlos und unakzeptabel", dass die Bahn ein Ladengeschäft für den Verkauf von Kleidung dieses Modelabels zur Verfügung stelle. "Mehrere Schulen, Fußballstadien und auch der Deutsche Bundestag haben das Tragen  von Kleidung dieses Herstellers aufgrund seiner Verbindung rechtsextremistischen Szene in ihren Räumen untersagt", so Hühner.

    In der Nacht zum Donnerstag zurückliegender Woche hatten Unbekannte auf das Textilgeschäft einen Farbanschlag verübt und Parolen an den Laden geschrieben. "Diesen Anschlag verurteilen wir, können und werden ihn nicht tolerieren", so Bahnsprecher Ahlert. Man wolle mit der Kündigung aber "weiteren Schaden von der Bahn" fernhalten. Wie Polizeisprecher Detlef Lüben gestern auf MOZ-Anfrage bestätigte, wird wegen des Farbanschlags ermittelt. Die Täter sind noch nicht bekannt. +++

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