Deutsches Rotes Kreuz

Heimkehrerentschädigung: DRK-Suchdienst unterstützt bei der Beschaffung der Nachweise

Berlin (ots) - Am 1. Juli 2008 tritt das Heimkehrer-Entschädigungsgesetz in Kraft. Es regelt die Entschädigung für Gefangene des Zweiten Weltkriegs, die zwischen 1947 und 1951 ins heutige Ostdeutschland zurückgekehrt sind. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt die Betroffenen, wenn sie keine Nachweise über ihre Entlassung aus der Gefangenschaft haben. Die Höhe der Entschädigung beläuft sich auf 500 bis 1.500 Euro pro Person.

Zum Nachweis der Heimkehrereigenschaft genügt der Entlassungsschein oder eine schriftliche Bestätigung des DRK-Suchdienstes München. Zu den Beständen des Suchdienstes gehört unter anderem die so genannte "Gronenfelde Kartei". Sie enthält Namen und Daten der Heimkehrer, die über das zentrale Aufnahmelager Gronenfelde bei Frankfurt (Oder) entlassen wurden. Ebenfalls zum Bestand gehört ein großer Teil der Akten deutscher Kriegsgefangener aus dem Russischen Militärarchiv in Moskau. Sie beziehen sich auf etwa 1,7 Millionen registrierte Entlassungen.

Kriegsgefangene, die in die Gebiete der neuen Bundesländer heimgekehrt waren, haben - anders als Heimkehrer in den alten Bundesländern - bislang keine Entschädigung erhalten. Durch das Gesetz werden deutsche Kriegsgefangene, Zivilinternierte und Zwangsdeportierte begünstigt, wenn sie nach dem 31.12.1946 in das Gebiet der ehemaligen DDR bzw. in die frühere Sowjetische Besatzungszone entlassen worden sind. Weitere Informationen zum Verfahren sowie Antragsformulare finden Sie auf www.bundesverwaltungsamt.de. Anfragen zu Entlassungsnachweisen können ab sofort schriftlich an den

   DRK-Suchdienst München
   Chiemgaustraße 109
   81549 München 

oder per Onlineformular auf www.drk-suchdienst.org gestellt werden. Betroffene können sich auch an alle Suchdienst-Beratungsstellen der DRK-Landes- und Kreisverbände wenden.

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