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Arbeitgeberverband HessenChemie

Pharmaindustrie und Medizintechnik erweisen sich als Stabilitätsanker in der Krise
Hessen ist die "Apotheke Deutschlands"
17,5 Prozent Beschäftigungsaufbau zwischen 1999 und 2008

Wiesbaden (ots)

Die hessische Chemie befindet sich zu Beginn
dieses Jahres wieder auf dem Weg aus dem Konjunkturtal heraus. Der 
Erholungsprozess verläuft zögerlich und die Folgen der Rezession 
werden über das kommende Jahr hinaus spürbar bleiben. Rund zwei 
Drittel der an einer aktuellen Umfrage des Arbeitgeberverbandes 
HessenChemie beteiligten Unternehmen erwarten bei Produktion und 
Umsatz eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau nicht vor 2012.
Zu diesem Ergebnis kommen 77 Mitgliedsunternehmen des 
Arbeitgerberverbandes, in denen knapp 70 000 Menschen beschäftigt 
sind. Das Ergebnis der Verbandsumfrage wurde heute im Rahmen einer 
Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt.
Das Krisenjahr 2009 brachte der chemisch-pharmazeutischen 
Industrie in Hessen einen Umsatzrückgang von insgesamt 2,6 Prozent. 
"Dieser statistische Durchschnittswert verbirgt das Ausmaß des 
konjunkturellen Einbruchs bei unseren Mitgliedsunternehmen, die in 
den klassischen Produktsegmenten der Chemie tätig sind. In der  
Spezial- und Feinchemie bzw. der Grundstoffchemie gab es 
Produktionsrückgänge in der Größenordnung von 15 Prozent", erklärte 
Karl-Hans Caprano, Vorsitzender von HessenChemie.
Die konjunkturelle Talsohle ist nach Aussage des 
Verbandsvorsitzenden zwar durchschritten, allerdings sei die 
Auftriebsdynamik weniger ausgeprägt als erhofft. "Die 
Kapazitätsauslastung ist mit 78 Prozent immer noch zu gering. In den 
klassischen Chemiesparten wird die wirtschaftliche Lage von knapp der
Hälfte der an unserer Umfrage beteiligten Unternehmen immer noch als 
unbefriedigend bezeichnet", so Caprano. Die hessische Chemie 
insgesamt werde nach den  Einschätzungen der Mitgliedsunternehmen das
Vorkrisenniveau von Produktion und Umsatz frühestens 2012 wieder 
erreichen.
Große Bedeutung der Pharmaindustrie für Hessen
Die Pharmaindustrie hat sich in der Krise als echter 
Stabilitätsanker erwiesen. Dies bestätigt eine von HessenChemie 
beauftrage Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW 
Köln). Die Ergebnisse werden am 25. März im Rahmen der 6. Wiesbadener
Gespräche mit 200 Experten aus Unternehmen, Verbänden und Politik 
diskutiert.
Für die Beschäftigung in Hessen leistet die Pharmaindustrie und 
Medizintechnik viel: "Keine andere Branche hat sich im Jahr 2009 
günstiger entwickelt", erklärt Professor Michael Hüther, Direktor des
IW Köln. Etwa 34 000 Menschen sind derzeit in diesen beiden wichtigen
Sparten beschäftigt.  Im Zeitraum zwischen 1999 und 2008 wurden in 
Hessen 17,5 Prozent Beschäftigung aufgebaut.
Beeindruckend auch der Vergleich der Umsatzzahlen: 12,8 des 
Gesamtumsatzes des verarbeitenden Gewerbes entfallen in Hessen auf 
die Pharmaindustrie und die Medizintechnik. 3,5 Prozent sind dies im 
Bundesschnitt. Die Exportquote der hessischen Unternehmen liegt bei 
63,5 Prozent, im Bund bei 59,4 Prozent.
Für die Zukunft steht laut Studie zu erwarten, dass die Bedeutung 
der Branche bestehen bleibt. Sie verfügt über eine 
überdurchschnittlich gute Ausstattung mit Wachstumstreibern. Sie 
zählt zu den forschungs-, innovations- und exportintensivsten sowie 
produktivsten Branchen im Vergleich. Zwei wesentliche kritische 
Erfolgsfaktoren sind jedoch in der Studie klar identifiziert worden: 
Die Ausgestaltung des Systems der gesetzlichen Krankenversicherung 
(GKV) und die internationale Anschlussfähigkeit Deutschlands und 
Hessens beim medizinischen Fortschritt. Hier wird unter anderem viel 
von den politischen Weichenstellungen der nächsten Monate abhängen.

Pressekontakt:

Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Abraham-Lincoln-Straße 24, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 / 7106-49
Mobil: 01622 / 710649
Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk@hessenchemie.de
Internet: www.hessenchemie.de

Original-Content von: Arbeitgeberverband HessenChemie, übermittelt durch news aktuell

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