Kolpingwerk Deutschland gGmbH

Politik auf dem Prüfstand
In mehr als 60 Veranstaltungen hat das Kolpingwerk Deutschland bundesweit Kandidaten zur Bundestagswahl unter dem Motto "Wir wollen's wissen" befragt

Köln (ots) - Im Rahmen der Kampagne zum Wahljahr hat das Kolpingwerk Forderungen zu Mindestlohn und Erziehungsgeld vorgelegt sowie das Rentenmodell der katholischen Verbände vorgestellt. In über 60 dezentralen Veranstaltungen hatten die Direktkandidatinnen und -kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien die Möglichkeit, mitzuteilen, wie sie es mit diesen Themen halten. "Die Kampagne wird von den Bundesparteien sehr ernst genommen", freut sich der stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Stephan Kowoll und verweist auf die zusätzlichen schriftlichen Antworten auf die Kampagnenfragen. Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland hat zu den Antworten auf die Kampagnenfragen seitens CDU/CSU, SPD und Bündnis `90/Grüne eine Bewertung vorgenommen.

"Die Auswertungen zeigen, dass die Wahlprogramme der einzelnen Parteien in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Familienpolitik mit den Forderungen des Kolpingwerkes zu diesen Politikfeldern unterschiedlich stark übereinstimmen", kommentiert Stephan Kowoll. "Das Kolpingwerk Deutschland verfügt deutlich erkennbar über ein eigenständiges politisches Profil."

So haben in der Rentenpolitik zwar alle Parteien erkannt, dass der drohenden Altersarmut entgegengewirkt werden muss und schlagen mit unterschiedlichen Akzenten jeweils eine Aufstockung geringer Rentenanwartschaften vor. "Die Programme zur Alterssicherung bleiben jedoch weit hinter den Erwartungen des Kolpingwerkes bezüglich einer solidarisch finanzierten Sockelrente zurück," bemerkt der stellvertretende Bundesvorsitzende und verweist auf das Rentenmodell der katholischen Verbände. Einig scheinen sich alle Parteien in der Familienpolitik zu sein und planen einen Ausbau der Betreuungsangebote. Jedoch drohe den Auswertungen zufolge der mit Verfassungsrang ausgestattete Schutz der Ehe vernachlässigt oder abgeschmolzen zu werden.

Eindeutig gespalten sind die Stellungnahmen zur Kolping-Forderung eines Mindestlohnes von 7,50 Euro pro Stunde, der sich SPD und Grüne anschließen, nicht jedoch die Unionsparteien.

Eine detaillierte Auswertung der Konzepte und Antworten der einzelnen Parteien steht allen Interessierten unter www.wahl2009.kolping.de als Download zur Verfügung.

Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes ruft an dieser Stelle nochmals alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. So können sie ihrer Mitverantwortung für die Demokratie gerecht werden.

Autorin: Martina Schindler

Pressekontakt:

Kolpingwerk Deutschland
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Pressesprecher
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50667 Köln
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