Kolpingwerk Deutschland gGmbH

Mehr Anstrengungen im Bildungssektor
Kolpingwerk fordert Investition in Bildung und Ausbildung

Köln (ots) - "Die Investition in Bildung und Ausbildung junger Menschen gehört zu den zentralen Aufgaben von Politik und Gesellschaft", erklärte Kolping-Bundesvorstandsmitglied Ulrich Benedix im Hinblick auf die heute in Berlin stattfindende Diskussion zum zweiten nationalen Bildungsbericht. Das deutsche Handwerk habe, so Benedix alarmierende Zahlen zu Bildungslücken bei vielen Schulabgängern genannt. Danach sei jeder vierte Jugendliche nicht ausbildungsfähig. "Hier ist die Politik gefordert, die Situation für junge Menschen nachhaltig zu verbessern." Den Jugendlichen müsse, so Benedix, nachhaltig geholfen werden, wie das auch in den Kolping-Bildungswerken geschehe. "Jedes Jahr werden dort 8.000 junge Menschen auf einen Beruf vorbereitet."

Zu dem Engagement der Politik müsse allerdings auch der Einsatz der Wirtschaft kommen. Zwar sei die die Anzahl der Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsbericht 2008 der Bundesregierung mit 626.000 auf den zweithöchsten Stand seit der Wiedervereinigung, ein Grund zu unbegrenzter Freude ist das für Benedsix allerdings nicht. "Die Zahlen lassen nämlich unberücksichtigt, dass aufgrund der negativen Situation der letzten Jahre sich eine immer größer werdende Bugwelle von Altbewerbern aufgebaut hat, die die Schule bereits vor dem aktuellen Berichtsjahr verlassen haben." Außerdem sei in den letzten Jahren eine enorme Steigerung der Bildungsgänge zu verzeichnen gewesen, die eine berufliche Grundbildung vermitteln, aber eben nicht zu einem vollqualifizierenden Abschluss führen. "Eine solide schulische Bildung und eine vollqualifizierende Berufsausbildung stellen den besten Schutz vor Arbeitslosigkeit dar", betonte Ulrich Benendix. "Jugendliche, die jetzt kein adäquates Angebot erhalten, starten ihr Berufleben mit dem Risiko häufiger Arbeitslosigkeit", stellte Benedix fest. "Angesichts des von der Wirtschaft schon beklagten Fachkräftemangels erscheint es höchst merkwürdig, dass nicht wesentlich mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden."

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