Kolpingwerk Deutschland gGmbH

Eine gerechte Rente braucht alle Bürger
Sockelrente der katholischen Verbände vermeidet Altersarmut

Köln (ots) - Eine erstaunliche Wendung stellt das Kolpingwerk Deutschland in der Diskussion um die außerplanmäßige Rentenerhöhung in den Jahren 2008 und 2009 fest. Nicht nur von Jüngeren, die das Prinzip der Generationengerechtigkeit verletzt sehen, erfährt die Entscheidung des Bundesarbeitsministers Kritik. Auch viele der begünstigten Rentnerinnen und Rentner bewerten die Maßnahme als unzureichend, da die einprozentige Erhöhung die langfristige Rentenniveausenkung nicht wettmachen könne. "Das verdeutlicht einmal mehr die ungleich größeren Herausforderungen an die Zukunftsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung angesichts einer künftig noch zunehmenden Altersarmut", betont Kolping-Bundesvorstandsmitglied Gitte Scharlau.

Nicht die Umverteilung von der jüngeren zur älteren Generation, sondern die Stärkung der gesellschaftlichen Solidarität durch Einbeziehung aller Bürger müsse daher in den Blick genommen werden. "Zu viele Bürger können sich bisher aus dieser Verantwortung abmelden und tragen nicht zur solidarischen Alterssicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung bei", kritisiert Gitte Scharlau. "Mit der Einführung einer armutsfesten Sockelrente, die aus einkommensabhängigen Beiträgen aller Bürger finanziert würde, haben fünf katholische Verbände, darunter das Kolpingwerk Deutschland, einen handfesten Alternativvorschlag erarbeitet." Dieser Vorschlag zeige, dass eine armutsfeste Alterssicherung nur dann funktioniere, wenn sie wirklich auf allen Schultern getragen werde. Dennoch bleibe es in der Summe bei einer beitrags- und leistungsorientierten Rentenhöhe, sodass auch für die jüngere Generation der Anreiz zur Erfüllung des Generationenvertrages gestärkt werde.

Weitere Informationen zum Rentenmodell der katholischen Verbände gibt es unter www.buendnis-sockelrente.de .

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Heinrich Wullhorst
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