Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Ein Sommer an der Spree Von Johannes Unger und Anja Jeschonneck

Berlin (ots) - "Ein Sommer an der Spree" ist ein Roadmovie der besonderen Art: Einen Sommer lang war ein Team des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit einem alten Robur-Bus entlang der Spree unterwegs. Auf dem Weg vom Berg Kottmar in der Oberlausitz in die Millionenmetropole Berlin durchquert die Busbesatzung eindrucksvolle Landschaften, erreicht Orte mit wechselnder Geschichte und begegnet außergewöhnlichen Menschen.

Das rbb Fernsehen zeigt die fünfteilige Reihe an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom 17. Mai bis 19. Mai jeweils ab 20.15 Uhr.

Folge 1 | 17. Mai, 20.15 Uhr | Ein Sommer an der Spree: Von der Quelle bis nach Bautzen | In der ersten Folge von "Ein Sommer an der Spree" fährt der blaue Robur-Bus Richtung Süden zum Ursprung der Spree. Am Kottmar, dem höchstgelegenen Spree-Ursprung, lässt sich das rbb-Team mit Spreewasser taufen und lernt einiges über Sagen und Geschichte der Region. Die Reise führt weiter entlang des Oberlaufs der Spree, durch das Lausitzer Bergland, zum Fugauer Zipfel. Hier ist die Spree ein Grenzfluss und für kurze Zeit tschechisch. Einst markierte er die Grenze zwischen den Königreichen Sachsen und Böhmen - ein Schicksalsort.

Folge 2 | 17. Mai, 21.00 Uhr | Ein Sommer an der Spree: Von Bautzen bis nach Cottbus | In Bautzen hat die Spree eine Breite von zehn Metern, sehr tief ist sie nicht. Senf und sorbisches Brauchtum - dafür ist Bautzen bekannt, aber viele Menschen verbinden mit dem Namen der Stadt auch das Gefängnis Bautzen II, das als "Mielkes Privatknast" galt. In der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft erlebt das Filmteam das große Lokalderby zwischen Traktor Malschwitz und Blau-Weiß Milkel. Unterwegs in der Lausitz wird der Kontrast zwischen der sanften Landschaft und die durch die Tagebaue aufgerissene Erde besonders deutlich. Seit einigen Jahren färbt sich die Spree schmutzig-braun. Der Fluss "verrostet". An einer anderen Stelle meldet sich die Natur auf eigenwillige Weise zurück: In die Wälder und Tagebaulandschaften der Lausitz sind Wölfe gezogen.

Folge 3 | 18. Mai, 20.15 Uhr | Ein Sommer an der Spree: Von Cottbus bis in den Spreewald | Auf ihren ersten 120 Kilometern fließt die Spree durch Sachsen, kurz vor Spremberg tritt sie ins Brandenburgische über. War die Spree im Oberlausitzer Bergland noch ein kleines Rinnsal, so stehen Robur-Bus und Filmteam jetzt vor einem riesigen See. Bei Spremberg wird die Spree in einer Talsperre gestaut. Staumeister Ralf Herkula könnte Berlin überfluten, aber dann wäre der See leer. Nach der Talsperre folgt der Fluss wieder seinem natürlichen Lauf in Richtung Cottbus. Cottbus und die Lausitz lieferten über mehr als ein Jahrhundert Energie aus Braunkohle - im Tagebau Nord stehen die Räder heute still. Nordwestlich von Cottbus fährt das Fernsehteam auf die Spreeaue Dissen-Strieso, in der die Kohleförderung die Landschaft zerstörte. Hilfe kam mit dem österreichischen Wasserbauingenieur Christoph Gerstgraser, der daran arbeitete, die Aue in ihren natürlichen Zustand zu versetzen. 150 000 Amphibien wurden wieder angesiedelt - ein einzigartiges Naturschutzgebiet ist entstanden.

Folge 4 | 18. Mai, 21.00 Uhr | Ein Sommer an der Spree: Vom Spreewald bis zum Müggelsee | Millionen von Besuchern zieht es jährlich zu Kahnfahrten in den Spreewald. Die Reise flussabwärts führt auf die Spreeinsel Beeskow und zu Schriftsteller Volker Altwasser. Die Stadt inspirierte ihn zu einem Krimi. Direkt an der Spree liegt auch Fürstenwalde, zu DDR-Zeiten die "Stadt der Reifenwerker". Hier lernt das Filmteam den Oldtimerclub "Legende" kennen. Auf einer wilden Oldie-Tour wird sogar dem abgebrühten Robur-Busfahrer Reinhard Rogge etwas bange. Im Löcknitztal, vor den Toren Berlins, wollen Forscher und ehrenamtliche Moorpfleger das 15000 Jahre alte Moor renaturieren. Nach rund 350 Kilometern erreicht die Spree Berlin. Sie fließt durch den größten See der Stadt, den Müggelsee.

Folge 5 | 19. Mai, 20.15 Uhr | Ein Sommer an der Spree: Von Köpenick bis Spandau | Die Spree fließt 46 Kilometer durch Berlin, das an den Ufern des Flusses aus den Kaufmannssiedlungen Berlin und Cölln wuchs. Lange bevor Berlin gegründet wurde, siedelten in Köpenick bereits Slawen - die Spreewanen. Mit einem jüngeren Kapitel Berliner Geschichte beschäftigen sich die Historikerinnen Isabel Panek und Uta Fröhlich in Schöneweide: Bei der Firma Pertrix stellten Zwangsarbeiter Batterien für die Wehrmacht her. Heute noch Zeugen zu finden, wird immer aussichtsloser. Mittlerweile ist die Industrie am Spreeufer auf dem Rückzug. Besonders sauber ist die Spree trotzdem nicht. Im Osthafen lernen Anja Jeschonneck und ihr Team Ralf Steeg und seine Vision für einen sauberen Fluss kennen.

Am Spreestrand in Mitte landet das Team in einer Art Wild-West-Wohngemeinschaft, dem Teepeeland. Direkt an den früheren Grenzanlagen hat eine Kommune das Ufer besetzt und ihren Traum vom freien Leben verwirklicht. Die Spree fließt weiter in Richtung Zentrum der Macht. Vor dem Bundestag versucht das Team gemeinsam mit der Vorsitzenden des Umweltausschusses, Bärbel Höhn, ein Mittagessen aus der Spree zu angeln. Kurz vor der Mündung der Spree steht das ehemals wichtigste Wasserwerk Westberlins: Jungfernheide. Das Team begibt sich auf eine Zeitreise in die Ruinen des Wasserwerks.

Nach rund vierhundert Kilometern Flusslauf ist das Ziel der Reise erreicht. In Spandau mündet die Spree in die Havel.

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