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Sachsens Ausländerbeauftragter Mackenroth räumt nach Clausnitz-Vorfällen Versäumnisse ein

Berlin (ots) - Nach dem umstrittenen Polizei-Einsatz in Clausnitz sieht Sachsens Ausländerbeauftragter Geert Mackenroth (CDU) erheblichen Aufklärungs-Bedarf.

Er begrüße, dass es zu den Vorfällen eine Sitzung des Innenausschusses im sächsischen Landtag geben werde, sagte Mackenroth am Montag im rbb und räumte mögliche Versäumnisse ein.

"Wir müssen uns zunächst fragen, haben wir eigentlich genug Polizeikräfte vor Ort gehabt, hat die Polizei dann richtig reagiert. (...) Die Polizei hat den Auftrag die Flüchtlinge zu schützen. Ich frage mich auch, warum ist das eigentlich vorher nicht geschehen, warum macht man eine solche Anreise im Schutz der Dunkelheit. Da gibt man doch alkoholisierten Massen geradezu die Gelegenheit zu solchen Übergriffen, lädt sie ein bisschen dazu ein. Also wir müssen uns (...) professionalisieren, dass wir besser sind als der Mob. Die Gesellschaft besteht auch in Sachsen nicht nur aus diesem Mob, sondern sie besteht aus zahlreichen hilfsbereiten Menschen."

Mackenroth veurteilte außerdem die Übergriffe fremdenfeindlichen Demonstranten als widerlich und nicht hinnehmbar. Dass sie "Wir sind das Volk" riefen, bezeichnete er als Missbrauch einer Parole, die 1989 mit zur friedlichen Revolution geführt habe. "Die haben noch überhaupt nichts von unserem System verstanden."

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