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rbb exklusiv: Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" erweitert inhaltlichen Auftrag

Berlin (ots) - Der Stiftungsrat der Bundesstiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" hat den kommissarischen Leiter, Uwe Neumärker, beauftragt, den Stiftungsauftrag konzeptionell breiter umzusetzen.

Das erfuhr der rbb aus dem Stiftungsrat.

Wie es die Leitlinien zur Dauerausstellung vorgeben, sollen Zwangsmigrationen in Europa im 20. Jahrhundert nun umfassend dokumentiert werden. Bisher war geplant, in erster Linie die Vertreibung der Deutschen als Folge der Naziherrschaft darzustellen. Wie Neumärker sagte, gehöre das Thema "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" in die Mitte der Gesellschaft und müsse ein Gedenkauftrag ans deutsche Volk sein. Angesichts der derzeit großen Fluchtbewegungen gelte es, dieses sensible Thema überparteilich und nicht an Opferverbände gebunden im Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Dem stimmten auch die sechs Vertreter des Bundes der Vertriebenen im Stiftungsrat ausdrücklich zu.

Bis auf Weiteres ist Uwe Neumärker als Interimsdirektor beauftragt, sein Konzept inhaltlich und personell umzusetzen.

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