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"Ich guck mich nicht mehr um, wo der Platzeck ist" - Brandenburgs Ministerpräsident Woidke hat sich in sein Amt eingelebt

Berlin/Potsdam (ots) - Dietmar Woidke (SPD), seit August vergangenen Jahres Ministerpräsident von Brandenburg, hat sich mittlerweile in seinem Amt eingelebt.

"Man kommt in die Rolle 'rein", sagte Woidke in der rbb-Sendung "THADEUSZ". "Es ist aber so, dass man sich immer wieder mal kneifen muss." Wenn in öffentlichen Veranstaltungen der Ministerpräsident des Landes Brandenburg angekündigt werde, "guck ich mich jetzt nicht mehr um, wo der Platzeck ist". Das Amt sei eine völlig neue Herausforderung. "Den letzten entscheidenden Ton anzugeben, ist eine besondere Verantwortung", sagte Woidke.

Über die Zusammenarbeit seiner Partei innerhalb der Koalition mit einzelnen Abgeordneten der Partei Die Linke, die in der DDR für die Staatssicherheit tätig gewesen sind, sagte Woidke: "Es sind politische Verbündete. In dem Fall auch Leute, mit denen man deshalb gut arbeiten kann, weil sie ihre Biographien offen gelegt haben, weil sie sich damit auseinandergesetzt haben."

In der anhaltenden Diskussion über die verspätete Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg kritisierte der brandenburgische Ministerpräsident die Haltung Berlins zum Fluglärm. "Was mich an dieser Diskussion ärgert, ist dass Berlin den gesamten Fluglärm nach Brandenburg exportiert und nicht dazu bereit ist, darüber zu reden."

Die Sendung wurde vorab aufgezeichnet und wird am Dienstag, 6. Mai, um 22.15 Uhr im rbb Fernsehen ausgestrahlt.

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