WirtschaftsVereinigung Metalle

Bundestag debattiert über Stellschrauben für die Zukunft der Industrie

Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVMetalle / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50617 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/WirtschaftsVereinigung Metalle e.V./Laurence Chaperon"

Berlin (ots) - Die WirtschaftsVereinigung Metalle freut sich nach der heutigen Bundestagsdebatte über die Rückendeckung der Politik auch für die Nichteisen-Metallindustrie. "Die Klimapolitik und die Entscheidung zum Umgang mit China sind die Stellschrauben für die Zukunft der Industrie in Europa", sagt Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVMetalle. "Sollte China den Marktwirtschaftsstatus erhalten, drohen massive Verzerrungen des Wettbewerbs. Verlierer wären die Unternehmen in Europa." Es sei wichtig für die betroffenen Branchen, dass gleich mehrere Abgeordnete heute deutlich gemacht hätten, dass diese Themen für die gesamte Grundstoff-, darunter auch die Nichteisen-Metallindustrie, entscheidend seien.

Bereits heute gebe es massive Überkapazitäten aus China auf dem europäischen Markt. Zum Vergleich: In China belief sich die Produktion von Primäraluminium im Jahr 2015 auf 38,1 Millionen Tonnen, wobei die Überkapazitäten 9,2 Millionen Tonnen betrugen. China stellt mit durchschnittlich 2,8 Millionen Tonnen monatlich doppelt so viel Aluminium her wie Deutschland im ganzen Jahr (1,2 Millionen Tonnen).

Erdle übt auch Kritik am Klimaschutzplan 2050. "Das Verfahren war alles andere als transparent. Bis heute ist unklar, ob durch den Plan Arbeitsplätze gefährdet werden und wie der Plan mit dem Emissionshandel harmoniert." Die WVMetalle plädiere dafür, sich auf den Emissionshandel zu konzentrieren. "Er ist das Leitinstrument der europäischen Klimapolitik. Eine Doppelregulierung bringt keinen zusätzlichen Nutzen für das Klima, sondern beeinträchtigt lediglich die Effizienz des Emissionshandels", so Erdle.

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