WirtschaftsVereinigung Metalle

WirtschaftsVereinigung Metalle begrüßt Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums zur Kompensation indirekter Strompreiseffekte des Emissionshandelssystems

Berlin (ots) - Die WirtschaftsVereinigung Metalle begrüßt die jüngste Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums, kurzfristig eine Kompensation der indirekten Strompreiseffekte des Emissionshandelssystems (ETS) als notwendige Reaktion auf die Situation deutscher Metallhütten zu unterstützen.

"Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann hat die existenzielle Bedrohung für die Metallerzeugung in Deutschland klar erkannt. Ausgelöst durch die Addition von Strompreiseffekten und konjunkturellen Einbrüchen mit der Konsequenz dramatisch gefallener Nachfrage und im Sinkflug begriffener Metallpreise hat sich die Schere zwischen Erlösen und Produktionskosten weiterhin zu Lasten der Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie bedrohlich verschlechtert", erklärt Martin Kneer, Hauptgeschäftsführer der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM).

"Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, die über Sondertarife für die energieintensive Industrie Investitions- und Standortsicherheit geschaffen haben, fehlt ein derartiger "Industriestrom" derzeit in Deutschland. Dadurch sind Zehntausende Arbeitsplätze gefährdet", so der Hauptgeschäftsführer weiter.

"Ein Belastungsmoratorium für die energieintensive NE-Metallindustrie durch unverzügliche Kompensationen für die indirekten Strompreiseffekte zu schaffen ist konsequent und das weitaus beste Konjunkturprogramm!", sagt Martin Kneer. Es sei jetzt notwendig, die ab 2013 vorgesehenen Kompensationen der indirekten Strompreiseffekte aus dem Emissionshandel national vorzuziehen. Diese Sofortmaßnahme sei, gegenüber einem komplizierten Instanzenweg, der Jahre in Anspruch nehmen würde, die konsequente Fortsetzung aus den zwei Konjunkturpaketen der Bundesregierung.

Das Signal "Bedeutende Aluminiumhütten schließen ihre Tore" wäre fatal für den Industriestandort Deutschland. Die gravierenden Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette sind bis zum Bruch hin denkbar. "Wenn das Industrieland Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen soll, dann muss alles unternommen werden, die qualifizierten Arbeitsplätze der technologieorientierten und innovativen Metallerzeugung mit großen Auswirkungen auf die Weiterverarbeitung am Standort Deutschland zu erhalten", sagt Kneer.

"Der Emissionshandel ist dabei schon heute ein belastender Faktor und wird durch die Strombörse verstärkt. Mit hoher Kontinuität haben wir auf die existenzgefährdenden Auswirkungen der hohen Strompreise in Deutschland als einen wettbewerbsverzerrenden Faktor für die Metallerzeugung hin-gewiesen. Die deutsche Nichteisen-Metallindustrie ist wettbewerbsfähig, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und keine Wettbewerbsverzerrungen bestehen", unterstreicht der WVM-Hauptgeschäftsführer, Kneer abschließend.

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