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Zu viel des Guten: Gütesiegel vergraulen Kunden im Web

Hamburg (ots)

Vertrauen ist im Internet bislang Mangelware: Zwei
von drei Surfern schrecken aus Furcht vor Datenmissbrauch vor dem
Einkauf im Internet zurück. Um diese E-Commerce-Bremse zu lösen,
müssen die Unternehmen in die Offensive gehen und das Vertrauen der
Online-Kunden gewinnen. Abhilfe können einheitliche
Internet-Gütesiegel und personalisierbare Datenschutzstandards
schaffen, die für den Nutzer nachvollziehbar sind.
"Gütesiegel können beim Internet-Nutzer Vertrauen schaffen, indem
sie die Datensicherheit und Seriosität einer Webseite bezeugen - etwa
durch das Zertifikat 'Trusted Shops' oder 'Geprüfter Online-Shop',
sagt Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner
Unternehmensberatung. "Der Online-Kunde sieht auf den ersten Blick,
dass er beim Einkauf keine Bedenken haben muss - wenn er denn den
Gütesiegeln vertraut. Hier liegt das Problem: Mittlerweile gibt es
eine Zahl von Zertifikaten, die fast inflationär ist. Der Verbraucher
weiß daher nicht mehr, welchem Gütesiegel er vertrauen kann."
Die Folge ist, dass der Surfer den Online-Shop wieder verlässt und
an der realen Ladentheke kauft. Zwar hat die Wirtschaftsinitiative
D21 aus der Masse der Gütesiegel eine Empfehlung für acht Zertifikate
ausgesprochen, doch selbst diese Anzahl können die Internet-Nutzer
nach Auffassung von Mummert + Partner nicht überschauen. "Ein
Gütesiegel hat erst dann einen Wert, wenn die Verbraucher damit die
Vertrauenswürdigkeit des TÜV oder der Stiftung Warentest verbinden",
sagt der E-Business-Experte Veit Olschinski von der Mummert + Partner
Unternehmensberatung.
Ein weiterer Ansatz, den Internet-Nutzern die Angst vor dem
Online-Einkauf zu nehmen, sind personalisierbare
Datenschutzstandards. Vorreiter ist hier der so genannte P3P
(Platform for Privacy Preferences Project)-Standard. Damit können die
Internet-Nutzer im Voraus einstellen, welche Datenschutzbedingungen
die Anbieterseite erfüllen muss. Sobald der Surfer eine
Internet-Adresse aufruft, prüft das Programm automatisch deren
Datenschutzstandards. Wenn diese nicht den persönlichen Anforderungen
des Kunden entsprechen, erscheint eine Warnmeldung.
Doch auch der P3P-Standard ist noch nicht ausgereift. Das Problem:
Die Datenschutzvorkehrungen sind für die Mehrheit der Nutzer bislang
nicht nachvollziehbar. "Es macht keinen Sinn, wenn der
Internet-Nutzer seine Datenschutzstandards festlegt, ohne zu wissen,
was dies beim Surfen dann für ihn bedeutet", sagt Olschinski. Hinzu
kommt: Spätestens bei der fünften Datenschutz-Warnmeldung schaltet
der genervte Surfer P3P wieder ab.
Transparenz beim Datenschutz ist neben sicheren Bezahlverfahren
und gutem Service demnach die wichtigste Voraussetzung, um das
Vertrauen der Internet-Nutzer zu gewinnen. Bis es so weit ist, werden
noch viele virtuelle Portemonnaies geschlossen bleiben.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Mummert + Partner Unternehmensberatung 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Jörg Forthmann 
Tel.: 040/227 03-7787
Die Presselounge von Mummert + Partner finden Sie im Internet unter
www.mummert.de.

Original-Content von: Sopra Steria SE, übermittelt durch news aktuell

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