Alle Storys
Folgen
Keine Story von Sopra Steria SE mehr verpassen.

Sopra Steria SE

BKA-Statistik: Anstieg von Wirtschaftskriminalität im Internet trifft Unternehmen auf dem falschen Fuß

Hamburg (ots)

Wirtschaftskriminelle verlegen Straftaten zunehmend ins Internet. Die Zahl der Fälle, in denen Täter online vorgingen, stieg im vergangenen Jahr sprunghaft um 190 Prozent, wie das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt hat. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist die zunehmende Vernetzung von Kundenzugängen mit Unternehmensanwendungen. Die mit Internet-schnittstellen und mobilen Apps verbundenen Risiken werden von der Unternehmensführung häufig unterschätzt. So verfügen beispielsweise bisher nur knapp 60 Prozent der Unternehmen über verbindliche Corporate Governance Regeln zur Einhaltung von Gesetzen. Das hat der Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting ergeben.

Die jüngsten Zahlen des Bundeskriminalamts zur Wirtschaftskriminalität unterstreichen den Handlungsbedarf für die Bekämpfung von Betrug und sonstigen strafbaren Handlungen in den Unternehmen. Das gilt für die Kontrolle interner Prozesse und die Einhaltung staatlicher Gesetze gleichermaßen. Derzeit verfügen jedoch nur 58 Prozent der Firmen über Leitlinien, die eine Berücksichtigung staatlicher Regeln sicherstellen. "Schriftlich fixierte Normen sind eine unverzichtbare Basis, die Compliance so lückenlos wie möglich umsetzen zu können", sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte bei Steria Mummert Consulting. "Im Banken- und Versicherungssektor sind die Unternehmen beispielsweise im Zuge der jüngsten Gesetzesnovellen gefordert, eine Vielzahl neuer Vorgaben zu implementieren. Das reicht von der Forderung, Kundenbeziehungen künftig noch genauer zu analysieren über die Bewertung interner Angriffspunkte bis hin zur Zusammenführung von Geldwäsche- und Betrugspräventionsstellen. Ohne schriftlich niedergelegte Leitlinien wird eine schlüssige Compliance-Lagebewertung in den Unternehmen nicht gelingen."

Aufgeschlüsselt nach Branchen fehlt es vor allem im Handel an verbindlich festgelegten Regeln zur Compliance mit Gesetzen. Nur 40 Prozent verfügen über schriftlich niedergelegte Standards. Bei Transport und Logistik sind es 49 Prozent - in der Energie- und Wasserversorgung immerhin 70 Prozent.

Hintergrund
Der Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert 
Consulting basiert auf einer Online-Befragung. Dazu wurden 350 Fach- 
und Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen (ab 100 
Mitarbeiter) verschiedener Branchen im Juli 2011 befragt.

Pressekontakt:

Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 253 185-111
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de

Original-Content von: Sopra Steria SE, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Sopra Steria SE
Weitere Storys: Sopra Steria SE
  • 20.09.2011 – 09:45

    Derivate: Veraltete Strukturen treiben die Kosten in die Höhe

    Hamburg (ots) - Trotz neuer Turbulenzen an den Finanzmärkten: Das Geschäft mit verbrieften Derivaten boomt. Allein im Juli legten die Institute auf dem deutschen Markt rund 140.000 neue Anlagezertifikate, Optionsscheine oder Knock-out-Papiere auf. Während die Emittenten die Zahl der neuaufgelegten Derivate damit allein seit Beginn des Jahres um mehr als 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert haben, ...

  • 15.09.2011 – 09:30

    Studie: Schadenversicherer planen Social-Media-Offensive

    Hamburg (ots) - Deutschlands Versicherungen lassen das Potenzial von Social Media bisher ungenutzt. So ignorieren sie beispielsweise Beiträge in Q&A- und Bewertungsportalen - nur 1,2 Prozent der Kommentare dort werden von ihnen beantwortet. Dennoch haben sie die Chancen, die das Social Web für Kundenbindung und Vertrieb bietet, inzwischen erkannt: 57 Prozent der Schadenversicherer wollen bis 2014 die Kommunikation über ...

  • 13.09.2011 – 09:30

    Unternehmen verschenken Potenzial ihrer hochqualifizierten Mitarbeiter

    Hamburg (ots) - International ausgerichtete Unternehmen vernachlässigen eine große Gruppe ihrer High Potentials. Rund 90 Prozent der HR-Abteilungen deutscher Firmen verlieren ihre hochqualifizierten Mitarbeiter aus den Augen, sobald diese im Ausland eingesetzt sind. Der Grund: Die Niederlassungen außerhalb der Landesgrenzen sind nicht mit dem Stammdatensystem der ...