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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Thüringen/Rot-Rot-Grün

Stuttgart (ots) - Rot-Rot-Grün in Erfurt soll für die gesamtdeutsche Linke natürlich zum Eisbrecher für ein solches Bündnis im Bund werden. Parteichefin Katja Kipping macht sich schon anheischig, einen roten Ring ums schwarze Kanzleramt ziehen zu wollen. Wie sie dafür die Voraussetzungen schaffen will, sagt sie allerdings nicht: vor allem außenpolitisch ist die Linke meilenweit von den Leitlinien der SPD und der Grünen entfernt. Solange sie ihr Heil in radikalpazifistischer Isolation jenseits der Bündnisanforderungen in EU und Nato sucht, ändert sich daran auch nichts. Bis dahin kann Rot-Rot-Grün im Bund nur ein Gedankenspiel sein. Dass ein solcher Bund für die SPD auf absehbare Zeit die einzige Option auf Macht und Kanzlerschaft darstellt, ist natürlich gleichwohl eine Verlockung. Wie sich das parteipolitisch und programmatisch auf alle Beteiligten auswirkt, wird spannend. Auch ohne politische Revolution fehlen für Langeweile in Erfurt alle Voraussetzungen.

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