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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Bahnstreik/GDL

Stuttgart (ots) - Der Höhepunkt der Zuspitzung scheint mit dem aktuellen Rekordausstand noch nicht erreicht zu sein. Die GDL lässt sich von all der Schelte der Politik, der Medien und etlicher Gewerkschaften nicht beirren. Stattdessen stehen die Streikenden unter dem öffentlichen Druck noch enger zusammen. Es kommt das Gefühl auf: Wir gegen den Rest der Welt - eine gefährliche Entwicklung. Auch die Rufschädigung, die der einst angesehene Berufsstand erfährt, stört die Lokführer nicht so sehr, dass sie aus der internen Solidarität ausbrechen mögen.

Auf der anderen Seite trägt die Bahn, faktisch ein Staatsbetrieb, eine enorme Verantwortung für die öffentliche Daseinsvorsorge. Diesem Anspruch wird das Management nicht gerecht, es dokumentiert Dogmatismus statt Konsensfähigkeit. Scheinlösungen, wie sie am Wochenende bekannt wurden, helfen nicht. Solange Politik und Wirtschaft ihren Groll auf die GDL fokussieren, kann die Bahn-Führung von ihrer Verantwortung ablenken.

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