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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu EU-Gipfel/Juncker

Stuttgart (ots) - Mit Großbritannien ist erstmals in einer fundamentalen Entscheidung ein zentrales EU-Land übergangen und ein ehernes Prinzip gebrochen worden: dass Europa nämlich den Konsens sucht. Das Mitleid mit Großbritannien hält sich aber in Grenzen. Wer immer nur nörgelt, gerät nicht nur menschlich ins Abseits, er verliert auch an Einfluss.

Im Spiel um Macht und Einfluss hat Angela Merkel auf der europäischen Ebene einen neuen Widersacher auf der Linken: Matteo Renzi. In dem italienischen Regierungschef ist die Testosteronpolitik nach Europa zurückgekehrt. Merkels Alleinherrschaft ist vorüber. In Brüssel wie in Berlin regiert nun eine große Koalition. Das zwingt zu Kompromissen. Jean-Claude Juncker ist da als Mann des Ausgleichs vielleicht gar nicht der schlechteste Kommissionspräsident.

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