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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Afrika/EU/Zentralafrikanische Republik

Stuttgart (ots) - Im April jährt sich zum zwanzigsten Mal die Katastrophe von Ruanda, das Abschlachten von Hunderttausenden einer bestimmten Volksgruppe. Die Welt und auch die Europäer haben dem Massenmord damals zugeschaut - es war ein Desaster. Aber der Westen hat daraus gelernt. Er darf aus humanitären, ja in zweiter Linie auch aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht zusehen, wie ein schwacher, ferner Staat zugrunde geht, sich in seinem Machtvakuum marodierende Banden der Politik bemächtigen und Zivilisten zum Freiwild erklären. In der Zentralafrikanischen Republik hat selbst der Präsident eingeräumt, dass er Angst vor seinen entfesselten Milizen hat. Ein Eingreifen der Europäer zur Unterstützung von Truppen der Afrikanischen Union und Frankreichs zur Sicherung der Bevölkerung ist das Gebot der Stunde. Es ist eine Intervention - anders als es ein Eingreifen in Syrien gegen Assads Truppen gewesen wäre - von begrenztem Risiko.

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