Stuttgarter Zeitung: Kommentar zum Fußball-Wettskandal

Stuttgart (ots) - Der Europol-Chef Rob Wainwright sprach am Montag von einem traurigen Tag für den Fußball. Es könnte aber noch ein guter Tag für den deutschen Sport daraus werden. Dann nämlich, wenn Funktionäre wie der Oberolympionike Thomas Bach durch einen solchen Ermittlungserfolg merken, dass die Autonomie des Sports nicht mit allen Mitteln zu verteidigen ist.

Allein gegen die Mafia - das funktioniert nicht. Den Fußball so sauber wie möglich zu machen, geht nur, wenn das Strafgesetz und staatliche Behörden zum Einsatz kommen. An Selbstreinigungskräfte glaubt im Fußball niemand. Diese realistische Betrachtung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Sport zumindest stückweise aus der Geiselhaft der Mafia zu befreien.

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