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Mitteldeutsche Zeitung: zur Rentenprognose

Halle (ots) - Dabei ist die SPD-Politikerin eigentlich zu loben, weil sie erstmals längerfristige Prognosen für die Rentenfinanzen erstellen lässt. Bislang endete die offizielle Vorausschau im Jahr 2030, und mancher mag geglaubt haben, mit diesem Jahr erledige sich auch die demografische Herausforderung. Das tut sie nicht. Auch hat Nahles zurecht seit langem für eine nüchternere Betrachtung geworben: Da zeigt sich, dass Altersarmut kein Massenphänomen ist. Von ihr ernsthaft bedroht aber sind Menschen mit einer Erwerbsminderung, Geringverdiener ohne zusätzliche Vorsorge. Doch der Wahlkampf naht. Die Gefahr besteht, dass die Parteien nun Wohltaten versprechen und ein Festschreiben des Rentenniveaus in Aussicht stellen. Das Ministerium hat ausgerechnet, was das kosten würde: 40 Milliarden Euro im Jahr. Das sollte der Ehrlichkeit halber nicht verschwiegen werden.

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