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Mitteldeutsche Zeitung: zur Merkel-Rede

Halle (ots) - Vor allem mit ihrer Flüchtlingspolitik ist Merkel in einen regelrechten Zangengriff der Schwesterpartei und des Koalitionspartners geraten. Die CSU fordert lautstark Obergrenzen und radikale Abschiebungen. Die SPD moniert Versäumnisse und Verzögerungen bei der Integration. Man kann sich durchaus fragen, was Obergrenzen bei sinkenden Zuwanderungszahlen sollen. Doch um die Sache geht es nur am Rande. Die beiden Instinktpolitiker Seehofer und Gabriel spüren, dass Merkels Flüchtlingspolitik zunehmend kritisch gesehen wird, und sie möchten nicht mit in den Abwärtsstrudel geraten. Die Kanzlerin selber hat an dem rapiden Popularitätsverlust durchaus ihren Anteil. Bis heute hat sie es nicht geschafft, ihre Politik der Bevölkerung zu erklären.

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