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Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Sachsen-Anhalter nehmen am häufigsten Medikamente

Halle (ots) - Die Menschen in Sachsen-Anhalt schlucken mehr Pillen als in jedem anderen Bundesland. Zu diesem Ergebnis kommt die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem aktuellen Gesundheitsbericht. Im Schnitt nahmen die Menschen in Sachsen-Anhalt beinahe täglich Medikamente ein - laut Statistik an 289 Tagen im Jahr. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstagausgabe). Damit liegt das Land deutlich über dem Bundesschnitt von mindestens einem Medikament an 248 Tagen im Jahr. Die Techniker Krankenkasse analysierte für den Bericht die Daten eines Jahres von mehr als 67 000 bei ihr versicherten Berufstätigen und Arbeitslosen. Rentner und Kinder sind in dieser Statistik der TK nicht berücksichtigt. Das Problem in Sachsen-Anhalt beruht in vielen Fällen nicht auf Erbkrankheiten, sondern ist vor allem hausgemacht. "Datenerhebungen und Studien belegen leider immer wieder, dass Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehl- oder Überernährung in Sachsen-Anhalt häufiger eine Rolle spielen als in den anderen Bundesländern", sagt Elke Proffen, Sprecherin der TK Sachsen-Anhalt. Möglich sei zudem, dass die persönlichen Lebensumstände, etwa Zeitarbeit oder längere Arbeitswege als Pendler, auf die Gesundheit schlagen. Laut Proffen ist die Analyse "ein Indiz, dass die gesundheitlichen Belastungen überdurchschnittlich hoch sind".

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