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Mitteldeutsche Zeitung: zu Gabriel/Lafontaine

Halle (ots) - Gabriel sucht Lafontaines Nähe offenbar, um auf dem linken Flügel seiner Partei Boden gut zu machen. Politisch-praktisch dürfte dem aber nichts folgen. Der SPD-Vorsitzende ist kein Linker. Sondern er ist der festen Überzeugung, dass die Sozialdemokraten allein in der Mitte punkten können. Nur: Das gelingt nicht. Stattdessen sacken sie immer weiter ab. Für die Linke gilt freilich Ähnliches. Sie rutscht im Osten hinter die AfD. Eine rot-rot-grüne Koalition ist im Bund derzeit sowohl demoskopisch als auch politisch so weit entfernt wie der Mond. Als Oskar Lafontaine vor zehn Jahren mit Gregor Gysi die Linke gründete, da tat er dies nicht zuletzt aus einem höchst persönlichen Motiv: Er wollte die SPD ärgern. Das ist gelungen. Doch heute hat es sich der Saarländer auch mit weiten Teilen der Linkspartei verscherzt. Was ihn und Gabriel eint, das ist ihre Schwäche.

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