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Mitteldeutsche Zeitung: zu Türkei und Armenien

Halle (ots) - Uns fällt die türkische Repression vor allem dann auf, wenn sie westliche Reporter, Künstler und Politiker trifft. Doch in der Türkei sind schon hunderte Böhmermanns abgestraft worden, vor der niederländischen Reporterin wurden hunderte türkische Reporter geknebelt. Wer es wagt, in der Türkei über den Völkermord an den Armeniern zu reden, der redet bald nicht mehr in der Öffentlichkeit. Das ist auch der Kanzlerin bekannt. Und es ist ja nicht falsch, dass Merkel deshalb bei ihrem Türkei-Besuch sagte, dass Meinungs- und Pressefreiheit unverzichtbar seien. Nur, wäre sie ehrlich, müsste sie auch sagen, dass es schon eines sehr, sehr großen Tisches bedarf, um all die Fälle daraufzulegen, die sich jeden einzelnen Tag in der Türkei ereignen.

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