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Mitteldeutsche Zeitung: zu rechter Gewalt

Halle (ots) - Hetze oder nicht zu Ende gedachte Notstands-Rhetorik zeigen mittlerweile Wirkung. Deutschland droht in dieser Debatte seine Mitte zu verlieren, den moderaten Ton einer stabilen Demokratie. Es gibt nur noch Für oder Gegen, Debatten allein in Hauptsätzen und kaum Raum für Kompromisse. Ein rauer Ton beflügelt Extremisten. Einige belassen es dann nicht bei Worten, bei Pöbeleien auf Facebook. Und schreiten zur Tat. Straftaten sind zunächst die Sache von Polizei und Justiz. Die Politik ist jetzt aber auch gefordert. Es ist höchste Zeit, die Asyldebatte zu versachlichen. Es geht nicht darum, irgendwas zu verheimlichen oder klein zu reden. Aber die 95. Forderung nach einer Obergrenze hilft auch nicht. Die Probleme müssen ohne Hysterie angegangen und gelöst werden. Deutschland braucht Feuerwehrmänner - nicht Brandstifter.

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