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Mitteldeutsche Zeitung: zu Köln

Halle (ots) - Wie konnte es geschehen, dass die Kölner Polizei die Herkunft der Tatverdächtigen zunächst verheimlichte? Ihnen war schon in der Silvesternacht klar, dass viele der rund 100 kontrollierten jungen Männer Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan kamen. Aber in der ersten polizeiinternen Abschlussmeldung des Einsatzes hat der verantwortliche Dienstgruppenleiter die Herkunft der Verdächtigen verschwiegen, angeblich, weil er die Angaben für "politisch heikel" gehalten habe. Wenn das stimmt, haben die Verantwortlichen der politischen Kultur damit einen Bärendienst erwiesen: Sie haben einen ganzen Strom auf die Mühlen der Rechtspopulisten und -Extremisten geleitet, die behaupten, die Wahrheit werde in diesem Land von der politischen Korrektheit systematisch unterdrückt.

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