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Mitteldeutsche Zeitung: zu zehn Jahre Kanzlerschaft Angela Merkels

Halle (ots) - Man kann sagen: Merkel hat sich in den letzten zehn Jahren alle Freiheiten genommen. Sie war und ist keine Kanzlerin der großen Pläne, sondern eine, die sich von Thema zu Thema hangelt, von Problem zu Problem. Zur Flexibilität gehörte, dass in der von ihr angekündigten "Regierung der Taten" auch Abwarten als Tat begriffen wurde. Allerdings ist es wohl so, dass Merkel das Land dadurch auch von einigem Unsinn verschont hat. Zur Flexibilität gehörte auch, dass die Kanzlerin, an der auch die Beschreibungen dröge und träge haften, manchmal blitzschnell alles über den Haufen warf: Unter ihrer Ägide verabschiedete sich die Bundesrepublik von der Wehrpflicht und von der Atomkraft - zwei innenpolitische Entscheidungen, die umwarfen, was in der Union als unumstößlich galt. Jüngstes Beispiel dieser plötzlichen Wendungen ist die Flüchtlingspolitik, in der sich Merkel spät, aber entschieden wie selten positionierte.

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