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Mitteldeutsche Zeitung: Parteien Noch-Ehemann von AfD-Chefin tritt in die CDU ein

Halle (ots) - Der Ehemann der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, Sven Petry, ist der CDU beigetreten. Das teilte der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) mit. Petry sei "ein sehr angenehmer und unkomplizierter Mensch", der sich mit den Zielen der CDU identifiziere, sagte er. Erst in der vorigen Woche war bekannt geworden, dass Frauke Petry sich von ihrem Mann getrennt hat und nun mit dem AfD-Landesvorsitzenden von Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, zusammen ist. Sven Petry, der mit seiner Noch-Ehefrau vier Kinder hat, ist evangelischer Pfarrer und hat auf einem seit kurzem existierenden Twitter-Account in den letzten Wochen relativ deutlich Distanz zu den politischen Positionen Frauke Petrys erkennen lassen. So veröffentlicht er dort flüchtlingsfreundliche Kommentare. Am 26. August etwa retweetete er einen Tweet von "Zeit online" mit dem Inhalt: "Merkel lobt Flüchtlingshelfer in #Heidenau: ,Danke, dass Sie den Hass ertragen.'" Sven Petry wurde 1976 im ostwestfälischen Lemgo geboren und ist Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain im sächsischen Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz. Dort ist er nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" sehr beliebt. In der Gemeinde herrschte zudem seit einiger Zeit der Eindruck vor, dass er sich von seiner Frau und ihren fremdenfeindlichen Positionen abgrenzen wolle.

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