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Mitteldeutsche Zeitung: Neuer Personalausweis Online-Ausweisfunktion wird kaum genutzt

Halle (ots) - Die digitale Verwaltung, die dem Bürger manchen Weg ersparen könnte, lässt auf sich warten. Fünf Jahre nach der Einführung des elektronischen Personalausweises im Scheckkartenformat werden die neuen Möglichkeiten kaum genutzt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Samstag-Ausgabe). Vor allem die Online-Ausweisfunktion (eID), mit der man sich im Internet bei Behörden und Unternehmen identifizieren kann, hat sich bisher weder bei Behörden noch bei Bürgern durchgesetzt. Man soll damit online Anträge stellen, Versicherungsverträge ändern oder ein Konto eröffnen können.

In Sachsen-Anhalt sind aber nur die vier Kreisverwaltungen Saalekreis, Mansfeld-Südharz, Salzwedel und Jerichower Land überhaupt qualifiziert, die Online-Ausweisfunktion anzubieten. Dazu kommen die Hochschule Harz und ein weiteres Unternehmen, die ein entsprechendes Zertifikat besitzen. Dies muss bei einer Vergabestelle beantragt werden, damit festgelegt ist, wer welche Daten abfragen darf.

Auch bundesweit schaffen die Behörden nur zögerlich die Voraussetzungen, damit Bürger künftig den E-Ausweis nutzen können. In ganz Deutschland gibt es bislang nach Angaben des Bundesinnenministerium nur 224 Behörden und Unternehmen, die diese Dienstleistung anbieten. "Die Zahl der Anwendungen für Bürgerinnen und Bürger im täglichen Leben ist noch überschaubar, so dass Mehrwerte und Nutzen oft noch nicht erkennbar sind", sagt ein Sprecher des Ministeriums.

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