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Mitteldeutsche Zeitung: zur Homo-Ehe

Halle (ots) - Unionsfraktionschef Volker Kauder lässt sich gern mit dem Satz zitieren: Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Aber an dieser Stelle schaut er weg. Er mag nicht die vielen braven homosexuellen Eheleute - pardon: Partnerschaften - sehen. Er mag nicht wahrnehmen, dass die letzten ehelichen Privilegien keineswegs nur Paaren mit Kindern zugute kommen. Welche Wirklichkeit stützt die Behauptung, nur verschiedengeschlechtliche Eltern täten Kindern gut? Was für ein armseliger Schrumpfkonservatismus, der seine Identitätsprobleme auf dem Rücken einer Minderheit austrägt. In Berlin versucht der Landeschef, aus seiner Feigheit eine plebiszitäre Tugend zu machen. Die CDU der Hauptstadt lässt ihre Mitglieder über die "Ehe für alle" abstimmen. Ein Test auf die Realitätstauglichkeit dieser Partei.

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