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Mitteldeutsche Zeitung: zum Lokführer-Streik

Halle (ots) - Es handele sich um einen "PR-Gag" des Bahnvorstandschefs, befand Weselsky, kaum dass Platzeck als möglicher Vermittler benannt war. Der Streik werde daher nicht vorzeitig beendet. Man befinde sich, Platzeck hin oder her, bis Sonntagmorgen neun Uhr im Arbeitskampf. Man könnte jedoch auch meinen: im Krieg. Das Vorgehen des Gewerkschaftschefs nähren grundlegende Zweifel an seiner Bereitschaft zum Kompromiss. Dessen Wesen liegt schließlich nicht darin, dass sich am Ende eine Seite zu 100 Prozent durchsetzt, während die andere kapituliert. Es ist immer weniger vorstellbar, dass mit dem GDL-Chef am Verhandlungstisch eine Lösung zustande kommt. Vielleicht bleibt der Bahn am Ende nur mehr übrig, das zu tun, was ihr die GDL seit Monaten unterstellt: auf das Tarifeinheitsgesetz und damit auf die Entmachtung Weselskys zu warten.

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