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Mitteldeutsche Zeitung: zu Frauenquote

Halle (ots) - Vielleicht müssten sich alle erklärten Quotengegner mal mit ihrer Chefin Angela Merkel unterhalten. Diese ist zwar nicht zum neuen Quoten-Fan geworden, findet inzwischen aber auch, dass eine gesetzliche Regelung angesichts eines sogar sinkenden Anteils von Frauen in Führungsetagen sinnvoll ist. Aber nicht nur deswegen führen die Gegner der Quote eine Schlacht, die längst verloren ist. Der festgeschriebene Anteil von weiblichen Aufsichtsräten wird nicht das Allheilmittel sein und nicht automatisch dazu führen, dass sich auch in mittleren Ebenen Frauen auf Chefposten durchsetzen. Die Quote taugt aber auch nicht zum Schreckgespenst. Denn dass sich ohne Druck nichts ändert, haben die vergangenen Jahre gezeigt. Ihre Gegner erreichen mit jeder Panikmache vor allem, dass selbst Frauen, die bislang eine gesetzliche Regelung für überflüssig hielten, zu der Erkenntnis kommen: Ohne geht es wohl tatsächlich nicht.

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