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Mitteldeutsche Zeitung: zum Mauerfall in ihrer Sonntagszeitung

Halle (ots) - Mir scheint, dass die Unterscheidung in Ost und West, die nach 25 Jahren immer noch aufgemacht wird, zu kurz springt. Natürlich gibt es Landstriche im Westen und im Süden, die stark wirtschaftlich geprägt sind, und andere im Osten und im Norden weniger. Aber ähnlich wie in Frankreich oder gar in Italien, fällt auch die Vergleichbarkeit von Nord und West in Deutschland ebenfalls sehr differenziert aus. Und das ist auch gut so. Natürlich ist es dem Osten Deutschlands zu wünschen, mit den Jahren und Jahrzehnten wirtschaftlich attraktiver zu werden. Wenn man bedenkt, dass hier noch viele Kapazitäten brach liegen und gleichsam zu Investitionen rufen, sollte man den Mut nicht sinken lassen. Lasst uns also gemeinsam und positiv in die Zukunft schauen - in Ost und West. Wir haben einen ostdeutschen Bundespräsidenten, wir haben eine ostdeutsche Bundeskanzlerin, liebe Landsleute, was wollen wir mehr?

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