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Mitteldeutsche Zeitung: zur Ukraine

Halle (ots) - Das Ergebnis ist eine Voraussetzung, damit das Land sich politisch und wirtschaftlich wandelt. Doch reicht das? An einem vergleichbaren Punkt stand die Ukraine immerhin schon einmal vor zehn Jahren. Die Revolution in Orange sollte seinerzeit zu einem Aufbruch führen. Sie ist nach wenigen Jahren gescheitert, weil den Eliten der Wille fehlte, dem Land zu dienen. Sie ergingen sich lieber in selbstsüchtiger Bereicherung und selbstzerstörerischen Streitigkeiten. Nicht wenige aus dieser Elite gehören wieder dem Parlament an. Sie sind aber Teil des ukrainischen Problems, nicht seiner Lösung. Korruption und Nepotismus sind eine ebenso große Gefahr für die Existenz des Landes wie der Krieg im Osten. Die Ukraine ist bankrott - auch, weil es dem früheren Präsidenten Janukowitsch gelungen ist, innerhalb weniger Jahre mutmaßlich 70 Milliarden Dollar auf private Konten abzuzweigen. Allein wenn die jetzt gewählten Politiker wirklich bereit sind, Lehren aus dem Scheitern der Revolution in Orange zu ziehen, hat die Ukraine eine Chance aus ihrer misslichen Lage herauszukommen.

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