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Mitteldeutsche Zeitung: zu NSU-Terror

Halle (ots) - In Thüringen hintertrieb der Inlandsgeheimdienst die Fahndung nach dem NSU-Trio, ohne dass dies Konsequenzen gehabt hätte. Im Kern handelt es sich um Strafvereitelung im Amt. Doch die Ereignisse sind zu diffus und liegen zu lange zurück, als dass man der Verantwortlichen habhaft werden könnte. Manche führen diese Zustände auf das unvermeidliche ostdeutsche Chaos in der Aufbauphase der 90er Jahre zurück. Das aber ist keine hinreichende Begründung. In Hessen ereignete sich später Ähnliches. Hier war ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes ganz in der Nähe, als Halit Yozgat ermordet wurde. Dass der Verfassungsschutz nicht alles preisgeben kann, ist nachvollziehbar. Aber dass weder Polizei noch Justiz ihm beikommen, wenn es um Straftaten geht, ist ein Unding. Der NSU-Skandal dauert an.

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